Internationale Fachkräfte – mehr als eine Entscheidung der HR-Abteilung

Wenn ein Unternehmen die Entscheidung trifft, internationale Fachkräfte zu gewinnen, wird dies häufig als HR-Thema eingeordnet. In der Praxis zeigt sich jedoch: Diese Entscheidung betrifft nicht eine Funktion, sondern das gesamte Unternehmen.

Die Gewinnung einer internationalen Fachkraft verändert Strukturen, Abläufe und Verantwortlichkeiten. Sie wirkt sich auf Einsatzplanung, Qualifikationszuordnung, Kommunikation und Zusammenarbeit aus. Solche Auswirkungen lassen sich nicht isoliert auf operativer Ebene steuern.

Aus diesem Grund kann die Entscheidung für internationale Fachkräfte keine reine HR-Entscheidung sein. Sie muss top-down von der Geschäftsführung getragen werden. Nicht als operativer Eingriff, sondern als strategische Weichenstellung, die von allen Ebenen verstanden und mitgetragen wird.

Besonders relevant wird dies dort, wo Fachkräfte aus Drittstaaten eingebunden werden, etwa aus Usbekistan. Unterschiedliche Ausbildungssysteme, formale Rahmenbedingungen und betriebliche Erwartungen treffen auf bestehende Organisationsstrukturen. Ohne klare Entscheidungsebene entstehen Unsicherheiten, die sich im Alltag bemerkbar machen.

Top-down-Verantwortung bedeutet dabei nicht Detailsteuerung. Sie bedeutet Klarheit darüber, warum internationale Fachkräfte Teil der Unternehmensstrategie sind und welche Erwartungen damit verbunden sind. Diese Klarheit muss sich von der Geschäftsführung über HR bis in die Fachabteilung fortsetzen, in der die Fachkraft später tätig sein wird.

Entscheidend ist, dass auch die betroffenen Teams vorbereitet sind. Kolleginnen und Kollegen müssen wissen, warum Fachkräfte eingebunden werden, welche Rolle sie einnehmen und was dies für die Zusammenarbeit bedeutet. Offene interne Kommunikation ist dabei kein Begleitthema, sondern eine Voraussetzung für Stabilität.

Internationale Fachkräfteprogramme werden dort tragfähig, wo sie als gemeinsame Unternehmensentscheidung verstanden werden. Nicht delegiert, nicht fragmentiert, sondern top-down verankert – von der Geschäftsführung bis in die Fachabteilungen.

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